JOURNAL Ausgabe Nr.1 | Juli 2017 | Gesund am Arbeitsplatz


Auf ein Espresso

Liebe Leser,

Für viele Menschen ist eine Herausforderung, die richtige Ausgewogenheit zwischen Anspannung und Entspannung im Alltag zu finden. Wieviel Erholung braucht der Körper, um seine Energiequellen wieder aufzutanken? Ab wann hat Stress negative Folgen für den Körper? Fragen, auf die man vom Körper eine Antwort erhalten kann, wenn man die Zusammenhänge versteht.

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Von vielen Kunden haben wir das Feedback erhalten, dass Sie durch AUF EINEN ESPRESSO motiviert und inspiriert wurden. Geht es Ihnen genauso? Wir freuen uns über einen Like, eine Weiterempfehlung oder das Teilen unseres Journals.

Ganz viel Freude beim Schmökern
 

Ihre Corinna Spaeth

 

Was ist Stress und wie entsteht er?

Auf ein Espresso

Der Biologe Hans Selye hat bereits 1930 Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft unseres Körpers beschrieben, der sich auf erhöhte Anforderungen einstellt. Er fand heraus, dass ganz unterschiedliche Stresssituationen die gleiche Stressreaktion im Körper auslösen.

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Wir geraten in Stress, wenn wir Situationen als:

  • unkontrollierbar
  • mehrdeutig
  • unvorhersehbar
  • neu und/oder als
  • länger andauernd einstufen

Am Arbeitsplatz zählen Leistungsstressoren wie Zeitdruck, quantitative und/oder qualitative Überforderung, Arbeitsplatzunsicherheit, hohe Verantwortung bei geringem Entscheidungsspielraum und mangelnde Wertschätzung zu den Hauptfaktoren. Doch weshalb erlebt ein Arbeitskollege weniger Stress als der andere?

Dabei spielen unsere persönlichen Einstellungen, Motive und Bewertungen eine entscheidende Rolle. Sie sind unsere persönlichen Stressverstärker, weil sie als Bindeglieder zwischen den Belastungen im Job und unseren körperlichen und psychischen Stressreaktionen fungieren. Sie spiegeln unseren eigenen Anteil am Stresserleben wider.
Es ist also nicht unerheblich, welche Emotionen (wie z.B. Ärger, Frustration, etc.) wir überwiegend in unserem Joballtag erleben. Neue wissenschaftlichen Befunde belegen eindrucksvoll, dass aus den unterschiedlichen Emotionen unterschiedliche hormonelle Reaktionsmuster in unserem Körper entstehen. Erleben wir bestimmte Emotionen gehäuft über einen längeren Zeitraum, bilden sich individuelle Stressreaktions-Profile, die als langfristige Erhöhungen unseres Stresshormon-Cortisol-Spiegels messbar sind. Das bedeutet, dass uns Strategien zur Herstellung unseres inneren Gleichgewichts fehlen. Diese Stresskompetenz kann in Training und Coaching individuell aufgebaut werden.

 

STRESS ist messbar!

Auf ein Espresso

Für viele von uns ist es eine Herausforderung, die richtige Balance zwischen Anspannung und Entspannung im Alltag zu finden. Wieviel Erholung braucht unser Körper, um wieder sich zu regenerieren? Ab wann hat Stress negative Folgen? Fragen, deren Antwort unser Körper kennt. Mit dieser Thematik setzt sich das StressZentrum Trier unter Leitung von Dr. Juliane Hellhammer gezielt auseinander.

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Auch wenn körperliche Veränderungen zunächst keine Auswirkungen auf das Wohlbefinden zu haben scheinen, können sie bereits erste Anzeichen einer beginnenden Krankheit sein. Nur einen begrenzten Teil der Vorgänge nehmen wir bewusst wahr. Die unklare Vorstellung von den inneren Abläufen erschwert es, Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Die fehlende Einsicht kann zu einer trügerischen Sicherheit führen.

Mit neuropattern™ einem Verfahren zur individuellen Stressdiagnostik lassen sich Aussagen über diesen unbewussten Bereich unseres Körpers treffen.
Mit dem Gold-Standard als höchstem wissenschaftlichen Qualitätsstandard ausgezeichnet und in 30jähriger Forschungsarbeit an der Universität Trier durch Herrn Prof. Dr. Dirk Hellhammer (international führender Experte der Stressforschung) ist es möglich, biologische Signale, psychische und körperliche Stressmuster tatsächlich mess- und sichtbar zu machen. Auf diese Weise werden charakteristische Muster (Neuropattern) erfasst, die konkrete Hinweise auf Krankheitsursachen geben.
Grundlage ist die Messung mit dem neuropattern™ Testset, das der Anwender erhält. Leicht in der Handhabung kann der Klient alle Tests ohne ärztliches Zutun entspannt zu Hause durchführen. Aus den Testergebnissen lassen sich konkrete Handlungsempfehlungen ableiten, anhand derer die individuellen Stressreaktionen erfolgreich reguliert werden können.

Im Gesundheitscoaching bieten wir neuropattern™ sehr gerne an, weil es das Stressdiagnostik-Verfahren ist, das Aufschluss über die Prozesse des Körpers unserer Klienten ermöglicht. So kann bereits in der Anamnesephase abgeklärt werden, ob ein Klient burnout-gefährdet ist oder nicht. Mit den bisherigen Diagnostikverfahren sind lediglich Rückschlüsse möglich, die sich auf kognitive, emotionale und verhaltensorientierte Stressreaktionen beziehen. Dadurch, dass viele unserer Coachingkunden überwiegend aus dem Leistungsbereich kommen, sind sie hochmotiviert und mögen „positiven Stress“. Deshalb glauben viele Menschen, dass sie sich auch nicht zu regenerieren brauchen. So leisten sich viele Menschen ein Leben jenseits ihrer körperlichen Ressourcen. Diese Diskrepanz zwischen der teilweise optimistischen Selbsteinschätzung und dem realen Leistungsvermögen kann mit neuropattern™ sichtbar und für unsere Kunden sehr verständlich nachvollzogen werden.

 

STRESS-TÜV am ARBEITSPLATZ

Auf ein Espresso

Was sind Ihre persönlichen Stressverstärker im Job? Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich Stress bereitet.
Als besonders effektiv hat sich der Arbeitsplatz-Check mit der wingwave-Coaching-Methode erwiesen. Anhand eines vielfach wissenschaftlich belegten Muskelkraft-Tests (z.B. Sporthochschule Köln, Medizinische Hochschule) werden sämtliche Stressoren punktgenau und zielgerichtet ermittelt. Mit unserem STRESS-TÜV screenen wir die psychologisch relevanten Stressfaktoren und Stressverstärker. Im nächsten Schritt wird der Stress dort bearbeitet, wo er entstanden ist – im limbischen System des Gehirns.
Da der STRESS-TÜV am ARBEITSPLATZ ganz individuell ausfällt und nachhaltig das Stress-Erregungsniveau bei der Arbeit senkt, eignet es sich auch sehr gut für ein gesamtes Team.
Im Feedback geben unsere Kunden regelmäßig an, dass sie nach dem Coaching in ihrer Freizeit “sehr schnell Abstand zu ihrem Arbeitsalltag finden” und “mit den täglichen Jobanforderungen wesentlich gelassener umgehen” können.

 

Smartphone-Detox-Coaching

Auf ein Espresso

„Nur mal eben draufschauen“. Laut einer aktuellen Studie von Google schauen Menschen pro Tag 120 Mal auf ihr Smartphone. Es ist das erste internetfähige technische Gerät, das die meisten von uns als Erweiterung ihres eigenen Körpers akzeptieren. Es ist mit seinen zahlreichen Apps längst zu unserem Gedächtnis geworden.

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Viele Menschen greifen automatisch nach ihrem vertrauten Freund, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich suchen. Pling-Geräusche, Eilmeldungen, blinkende WhatsApp-Nachrichten suggerieren Spass und Unterhaltung. So brennt sich ganz subtil das Gefühl in uns ein, dass immer etwas passiert, wenn wir nach dem Gerät greifen. Als Reaktion schüttet unser Körper sofort Belohnungs-Hormone aus, egal ob die Benachrichtigung nun sinnvoll war oder nicht. Dadurch wächst der Reflex, immer öfter zu gucken, was sich auf dem Handy getan hat. Schnell vergessen wir, dass wir uns gar nicht mit einem real anwesenden Menschen unterhalten.
Welche Auswirkungen hat das Handy auf unseren Körper? Dem Gehirn fehlt vor allem das dreidimensionale Raumerleben mit einem echten Gesprächspartner. Wenn wir auf unser Smartphone schauen, zwängen wir unseren Blick auf ein kleines Viereck, unsere Augen sind starr. So reagieren wir nur unter großem Stress. Dadurch, dass bei Stress die Aktivität im präfrontalen Cortex stark reduziert wird, bleibt uns kaum eine Möglichkeit, unseren Verstand einzusetzen und uns selbst in unserem Verhalten zu steuern. Der automatisierte Greifreflex mit Tunnelblick hat sich in uns verselbständigt.

Was kann ein Smartphone-Detox-Coaching leisten?

  • Abbau eines überhöhten Stress-Levels – das „negative“ Gestresstsein durch das Handy genauso wie das „positive“
  • Die Emotionen pendeln sich wieder auf ein normales Niveau ein
  • Die innere Gelassenheit im Umgang mit digitalen Medien wächst
  • Die Selbstbestimmtheit zurückzugewinnen
  • Wieder Herr/Frau über die eigene Zeit zu werden
  • Neue Handlungsstrategien zum Umgang mit dem Smartphone im Job und im Privatleben zu erlernen

 

Gesundheitscoaching mitten im Leben

Auf ein Espresso

Oft werden wir gefragt wie ein Coaching abläuft und was es bewirken kann. Der Coaching-Prozess wird durch den Coach in strukturierten Gesprächen mit verschiedenen gezielten Methoden begleitet. Die Ziele dieser Gespräche reichen von der Entwicklung persönlicher Kompetenzen, Ressourcen und Perspektiven bis hin zu konkreten Verhaltensänderungen.

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Wie ein Coaching mit der wingwave-Coaching-Methode gelingen kann, haben wir für Sie in einer kleinen Geschichte zusammengestellt. Sie bildet die originale Zusammenfassung eines real durchgeführten Coachings ab. Die wingwave-Methode ist ein Leistungs- und Emotionscoaching, das spürbar und schnell Leistungsstress abbaut. Stressauslöser werden mit einem Muskeltest identifiziert und anschließend durch wache REM-Phasen (Rapid Eye Movement) auf der limbischen Ebene des Gehirns reguliert.

Reales Praxisbeispiel Coaching:
Wie der Erfolg der Fußballnationalmannschaft zum Stresstrigger wurde

Es ist unser EM-Sommer 2016 und die meisten Bürotiger sind damit beschäftigt, möglichst schnell aus der Arbeit zu eilen, damit es gleich zu einem kühlen Getränk in den nächstgelegenen Biergarten geht. Na wozu wohl – natürlich die Jungs auf dem grünen Platz mit dem Ball gucken.
Es ist ein sonniger Samstagmorgen und meine Klientin, eine 32jährige Journalistin, hat gleich ihre erstes Coaching. Im Vorfeld steckte sie schon die Rahmenbedingungen: „Also ich kann nur am Wochenende zum Coaching kommen – unter der Woche habe ich auf der Arbeit viel zu viel Stress!“
Müde aussehend und körperlich sichtlich abgespannt, kommt sie zur Tür herein.
Aufgrund einer Burnout-Historie und erneut wachsendem Stress und Druck bei der Arbeit wurde ihr wingwave-Coaching ans Herz gelegt.
Ihre Haupt-Stressfaktoren scheinen sofort festzustehen: Eigene, deutliche überhöhte Leistungsansprüche, der extreme Zeitdruck in der Vorbereitung der Presseberichte, begleitet von dem bohrenden Gefühl: „Ich schaffe das nicht mehr.“ Neben ihren Schlafstörungen beschreibt sie ein Bild, das sie einfach nicht mehr ruhen lässt: Ein Berg, ein großer Schatten, der auf sie zukommt, Menschen, die sehr groß sind und sie sehr klein und eine Hand, die ihr auf ihre Schulter drückt und sie runterzieht. Die Feintestung mit dem Muskeltest zeigt sehr schnell, es ist die Hand ihrer Mutter. „Ich konnte es ihr einfach nie recht machen, ich musste immer funktionieren und das Reden über Gefühle war einfach Tabu“, sagt sie fassungslos. „Ich kann nicht verstehen, was das mit meiner Arbeit zu tun haben soll“, murmelt sie vor sich hin. Nachdem wir die Emotionen und körperlichen Empfindungen wie Versagensangst, Druck, Anspannung, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung und Trauer „bewunken“ und ein Belief-Coaching durchgeführt haben, fühlt sie sich schon viel besser. „Ich kann noch gar nicht glauben, dass dieses Wedeln so viel bringt – aber ich merke es ja ganz deutlich in meinem Körper!“ „Aber“ so fügt sie skeptisch hinzu: „Ich muss das alles mal sacken lassen. Mal sehen, was es wirklich gebracht hat.“
Beim nächsten Mal spurtet sie auffällig fröhlich die Treppen herauf, strahlt und sagt: „Ja – da hat sich tatsächlich schon ganz viel getan! Ich bin schon viel ruhiger geworden und lasse mich nicht mehr so schnell aus der Fassung bringen.“ In den darauffolgenden Sitzungen haben wir mit der imaginativen Arbeitskollegen-Aufstellung noch ihre konfliktgeladene Beziehung zu ihrer Kollegin und ihrem Chef bearbeitet. Ihr innerer Dialog, der subjektive Körpergrößentest und die Arbeit mit ihren Persönlichkeitsanteilen (Kritiker und Lebensfreude) standen ebenfalls auf dem Programm.
Die EM ist zu diesem Zeitpunkt in vollem Gange und auf allen Kanälen läuft neben den EM-Spielen auch entsprechende Werbung dazu.
Der nächste Coaching-Termin steht an. Mit entschlossenem Schritt und angespanntem Gesicht, schleudert sie ihr Laptop auf den Tisch und sagt, „Das da in dem Film da – das macht mich völlig fertig!“ In dem Werbefilm ist die Nationalmannschaft zu sehen, die für die Commerzbank mit dem Slogan wirbt: „Mit dem Erfolg wachsen die Erwartungen. Wenn Du etwas erreichst, schauen alle auf Dich! Je mehr Du erreichst, desto mehr erwarten Menschen von Dir. Das ist eine große Herausforderung. Aber für uns ist das ein starker Antrieb.“
Der Test zeigt eine eindeutige Stressreaktion: 23 Jahre und Beruf. Als Greenhorn einer Werbeagentur musste sie immer wieder beweisen, dass sie ihrem Job gewachsen ist. So hat sie sich mit Prägung ihres Leistungsmusters besonders angestrengt und in der Folge ganz viel Lob erhalten. Das ist bis zum heutigen Tag so. Alle sind mit ihren Arbeitsleistungen überaus zufrieden.
Deprimiert starrt sie auf den Werbespot und sagt: „Ich habe mich die ganze Zeit extrem unter Druck gesetzt, immer besser werden zu müssen.“ Warum? frage ich. Alle sind doch sehr zufrieden. „Ja – das ist ja genau das Problem: Sobald ich mich nicht mehr anstrenge, besteht ja die Gefahr, dass die Anderen sagen: „Ach siehst Du – die kann es ja doch nicht!“ Das mag für die Fußballer ein Antrieb sein – für mich ist es purer Erwartungsdruck!“
Bei Coachee und Coach fällt endlich das Tor! Nachdem alle Erwartungsblockaden und damit verbundenen Emotionen bearbeitet wurden, wurde die Klientin mittels einer Timeline in das Jahr 2016 gebeamt und ihr Selbst mit dem Alter von 23 Jahre auf 32 aktualisiert.
Inzwischen hat sie gelernt, sich selbst zu vertrauen und sich über ihre Erfolge tatsächlich zu freuen. Konsequent weist sie Mehrarbeit von sich, nimmt sich ernst, spürt ihre eigenen Belastungsgrenzen frühzeitig und setzt diese in ihrem Arbeitsumfeld durch.
Schmunzelnd sagt sie im Nachgespräch zu mir: „Wenn man selbst nicht mehr angespannt ist, sieht man erst mal wie viel Stress die Kollegen haben. Wenn ich mir vorstelle, dass es mir auch mal so ging …“

 

Buchtipp: Work-Health-Balance

Dieses Buch kann ich persönlich nur empfehlen, weil es leicht verständlichen Selbstcoaching-Anleitungen enthält, die zeigen, wie sich Energie und Gelassenheit mit den täglichen Arbeitsaufgaben verbinden lassen. Sie reduzieren Stress nachhaltig und helfen, sich innerlich ruhig und stabil zu fühlen. Der perfekte Ratgeber für alle, die mit der Stressreduzierung nicht bis zum Feierabend warten möchten!

Cora Besser-Siegmund und Lola Ananda Siegmund (2016): Work-Health Balance. Humboldt-Verlag.

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