Was ist Stress und wie entsteht er?

Der Biologe Hans Selye hat bereits 1930 Stress als einen Zustand der Alarmbereitschaft unseres Körpers beschrieben, der sich auf erhöhte Anforderungen einstellt. Er fand heraus, dass ganz unterschiedliche Stresssituationen die gleiche Stressreaktion im Körper auslösen.

Wir geraten in Stress, wenn wir Situationen als:

  • unkontrollierbar
  • mehrdeutig
  • unvorhersehbar
  • neu und/oder als
  • länger andauernd einstufen

Am Arbeitsplatz zählen Leistungsstressoren wie Zeitdruck, quantitative und/oder qualitative Überforderung, Arbeitsplatzunsicherheit, hohe Verantwortung bei geringem Entscheidungsspielraum und mangelnde Wertschätzung zu den Hauptfaktoren. Doch weshalb erlebt ein Arbeitskollege weniger Stress als der andere?
Dabei spielen unsere persönlichen Einstellungen, Motive und Bewertungen eine entscheidende Rolle. Sie sind unsere persönlichen Stressverstärker, weil sie als Bindeglieder zwischen den Belastungen im Job und unseren körperlichen und psychischen Stressreaktionen fungieren. Sie spiegeln unseren eigenen Anteil am Stresserleben wider.
Es ist also nicht unerheblich, welche Emotionen (wie z.B. Ärger, Frustration, etc.) wir überwiegend in unserem Joballtag erleben. Neue wissenschaftlichen Befunde belegen eindrucksvoll, dass aus den unterschiedlichen Emotionen unterschiedliche hormonelle Reaktionsmuster in unserem Körper entstehen. Erleben wir bestimmte Emotionen gehäuft über einen längeren Zeitraum, bilden sich individuelle Stressreaktions-Profile, die als langfristige Erhöhungen unseres Stresshormon-Cortisol-Spiegels messbar sind. Das bedeutet, dass uns Strategien zur Herstellung unseres inneren Gleichgewichts fehlen. Diese Stresskompetenz kann in Training und Coaching individuell aufgebaut werden.